Wie sieht eine lebenswerte Zukunft für Eberswalde aus? Eine Stadt mit mehr Grün statt Asphalt, sicheren Wegen für Menschen statt für Autos, gemeinschaftlich genutzten Orten, regionaler Versorgung und einer starken Nachbarschaft?
Mit genau dieser Frage haben sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Menschen aus Eberswalde beschäftigt. Das Ergebnis ist ein großformatiges Zukunftsbild Eberswalde 2045, das zeigt, wie unsere Stadt aussehen könnte, wenn wir den sozial-ökologischen Wandel gemeinsam gestalten.

Das Zukunftsbild ist weit mehr als eine schöne Illustration. Es ist eine Einladung, ins Gespräch zu kommen: Welche Veränderungen wünschen wir uns? Was können wir bereits heute anstoßen? Und welche Ideen gibt es vielleicht schon längst in unserer Stadt?
Für uns als Transition Town Initiative wandelBar ist dieser Ansatz besonders spannend. Seit vielen Jahren setzen wir uns dafür ein, dass gesellschaftlicher Wandel vor Ort beginnt – durch gemeinschaftliches Handeln, gegenseitige Unterstützung und praktische Lösungen für ein gutes Leben innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten. Ob Repair Café, solidarische Projekte, Urban Gardening oder regionale Kreisläufe: Viele Bausteine einer zukunftsfähigen Stadt existieren bereits heute.
Das Zukunftsbild macht diese Möglichkeiten sichtbar und verbindet sie zu einer gemeinsamen Vision. Es zeigt eine Stadt, in der:
- öffentliche Räume den Menschen gehören,
- Rad- und Fußverkehr selbstverständlich Vorrang haben,
- Stadtgrün für ein angenehmes Klima sorgt,
- Energie erneuerbar und gemeinschaftlich erzeugt wird,
- regionale Lebensmittel leicht zugänglich sind,
- Begegnung, Kultur und Nachbarschaft das Stadtleben prägen,
- Kinder selbstständig unterwegs sein können und
- Wirtschaft dem Gemeinwohl dient.
Natürlich wird Eberswalde im Jahr 2045 nicht exakt so aussehen wie auf dem Bild. Zukunftsbilder sind keine Prognosen. Sie helfen vielmehr dabei, gemeinsame Ziele sichtbar zu machen und Mut zu wecken. Denn Veränderungen beginnen oft damit, dass Menschen sich vorstellen können, wie etwas besser werden könnte.
Gerade in Zeiten, in denen Krisen und Unsicherheiten unseren Alltag bestimmen, brauchen wir positive Erzählungen über die Zukunft. Nicht als Wunschdenken, sondern als Orientierung dafür, welche Richtung wir einschlagen möchten.
Wir laden euch herzlich ein, das Zukunftsbild anzuschauen, darüber zu diskutieren und eure eigenen Ideen einzubringen. Welche Elemente sprechen euch besonders an? Was fehlt euch? Welche Projekte könnten wir gemeinsam in Eberswalde auf den Weg bringen?
Das Zukunftsbild findet ihr auf der Webseite der Thinkfarm:
Denn die Zukunft entsteht nicht irgendwann. Sie beginnt dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Ideen ausprobieren und ihre Stadt Schritt für Schritt verändern.
Lasst uns Eberswalde gemeinsam wandeln.
